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Im Wald

Der Wald ist mein Kraftort und Lebensbegleiter. 



Der Verstand wird endlich ruhig und macht Platz für das, was im Inneren gehört werden möchte. Der Wald ist für mich ein Geschenk.

Endlich kann ich wieder frei atmen und erinnere mich an meine Kindheit, als ich fasziniert die Welt des Grüns in all ihren Facetten erkundete. Ich bin umgeben von der Dunkelheit des tiefen Waldes und fühle den Schutz des Mantels der Bäume.

Das Grün leuchtet in all den wundervollen Zwischentönen vom dunklen bis zum hellsten Grün und erhellt meinen Tag.

Mein Fokus richtet sich neu aus.

Die Angst aus der Welt des Alltages ist zurückgeblieben und ich tauche immer mehr ein in diese Welt der Unbekümmertheit.

Ich erinnere mich wieder an die Momente, in dem ich sorglos als Kind den Wald als meinen besten Freund entdeckte. Wo ich einfach sein durfte, ohne Pflichten und ohne Erwartungen.




Ich atme den Duft des Mooses ein, was sich liebevoll über den Waldboden ausbreitet. Ich atme ein, den Duft der Nadelbäume und sehe das frische Blattgrün der Buche. Ich höre, wie der Wind leise durch die Baumkronen sein Lied singt und ein kleiner Bach plätschert ruhig und gelassen auf seinen Weg durch das Unterholz. mich in meine Balance wiegt.


 Ich bin. Jetzt bin ich ich. Ich bin einfach ich. 

Frei von dem, was in der Welt draußen so viele Probleme bereithält, wo doch eigentlich keine sind, denn nur der Verstand gaukelt mir vor, dass es sie gibt. 


Aber die Wahrheit ist, dass der Verstand ein Meister darin ist, Illusionen zu erschaffen und mich festzuhalten in alten Mustern, die hier an diesem Ort keine Bedeutung mehr haben. 


Ich erinnere mich.


Ich erinnere mich an vergangene Emotionen, die mich in meiner Vergangenheit festhalten lassen. Heute weiß ich, dass ich nicht mehr meine Vergangenheit bin. Ich lasse los und sprenge die Fesseln der alten Emotionen, die gekoppelt sind mit den Gedanken, die heute wieder Macht haben wollen, über mich. 



Ich sitze auf diesem Baumstumpf. Mein Blick schweift über die Weiten des Waldes und ich erblicke einen Hochsitz, der verlassen darauf wartet, wieder ein Ort zu sein aus meiner Kindheit. Ich erinnere mich an meinen geliebten Opa, meinen Mentor und meinen Wegbegleiter auf meinem Lebenspfad. Er ist immer noch bei mir und begleitet mich auf eine andere energetische Weise. 


Ich erinnere mich an die schönen Momente mit meinem Opa auf diesem Hochsitz in der Mitte des Waldes und wo die Bäume den Blick freigaben auf eine Lichtung, die eingehüllt war in das gleißende Sonnenlicht. Mein Opa lehrte mich in dieser Ruhe einfach nur da zusitzen, schweigend nebeneinander, ohne Worte und sich doch verstehen. 


Die Welt braucht nicht viele Worte, um sie zu verstehen, sondern die Stille hat die Antwort in jedem. 

Heute bin ich allein und schließe die Augen und nehme meine Umgebung wahr. Ich fühle mich in einer neuen Welt, in der ich meine innere Ruhe und meine Kraft wiederfinden kann. 


Ich weiß nicht, was der nächste morgendliche Sonnenstrahl auf der Lichtung mir zeigen wird, doch tief in mir spüre ich diese Zuversicht und diesen Glauben an mich, dass alles möglich ist. Ich spüre einen leichten Windhauch, der mich liebevoll in den Arm nimmt und höre leise flüsternd die Stimme meines Opas.  


„Du kannst so viel mehr. Ich glaube an dich. Sei mutig und beginne heute ein neues Lebensspiel. Spiele, lache und lade die Freude und Leichtigkeit in dein Leben ein. Probiere dich aus und öffne dich für das, was nicht sichtbar ist für dich.“

Ich atme ein. Ich entscheide mich für mein inneres Licht, die Liebe und die Zuversicht. Ich betrachte, wie die Sonnenstrahlen durch die Baumwipfel den Waldboden erhellen und die verschiedenen Grüntöne des Waldes zum Leuchten bringen. 


Ich bin nicht meine Vergangenheit. Ich bin nicht meine alten Emotionen und ich bin nicht die alten Erwartungen an mich und an andere. 


Ich trete heraus aus der Dunkelheit, die mein Herz so lange gefangen gehalten hat. Ich trete heraus aus dem Käfig des Verstandes der Vergangenheit und spüre, wie das Licht auf der Lichtung mich sanft berührt.


Es wird Zeit, heute zu leuchten.


Sei auch du dieses Leuchten und lass dein Licht erstrahlen. 

Das wünsche ich dir und mir.


Das sind meine Gedanken heute an dich und auch an mich. 


Ich freue mich, dich hier wiederzusehen, wenn du beim nächsten Mal mich hier wieder besuchst.



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20 de fev.

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